Kater, Kilos – und kein Weltuntergang

Am Anfang hieß alles noch ganz schlicht: „Kochen mit Jochen“. Das reimte sich, klang sympathisch und passte zu einer kleinen WhatsApp-Gruppe, in der ich mich mit einer Kollegin und einem Kollegen aus dem kirchlichen und schulischen Dienst zu wechselseitigen Kochabenden verabredete. Damals war noch nicht abzusehen, dass aus diesem lockeren Namen einmal ein ganzes Buchprojekt werden würde.

Als sehr viel später die Idee zu diesem Buch entstand, bat ich eine KI, mir unter diesem Arbeitstitel ein Cover zu entwerfen. Das Ergebnis faszinierte mich. Geplant war allerdings kein reines Kochbuch. Vielmehr befand ich mich gerade am Anfang einer spannenden Reise: einer Reise hin zu einem neuen Lebensstil. Aus gesundheitlichen Gründen entschied ich mich im Frühjahr 2026 zu einem neuen – vielleicht letzten – Diätversuch.

Dabei zeigte sich nach und nach: Es ging längst nicht mehr nur ums Kochen. Es ging um Diabetes, Gewicht, Sensorwerte, Shakes, Kalorien, Bewegung, Arzttermine, Schlaf und Alltag. Es ging um Kilos, die weniger werden sollten, um Kohlenhydrate, die plötzlich nicht mehr nur eine abstrakte Größe waren, und um zwei Kater, die diesen Weg auf ihre ganz eigene Weise begleiteten. TomTom und Tiger haben keine Nährwerte berechnet und vermutlich auch keinen einzigen medizinischen Zusammenhang verstanden. Aber sie waren da – meistens genau dann, wenn ich schreiben wollte, schlafen sollte oder den Kühlschrank besser geschlossen gehalten hätte.

So wurde aus dem ursprünglichen Arbeitstitel schließlich der Titel dieses Buches: „Kater, Kilos und kein Weltuntergang“. Er passt besser zu dem, was aus dem Projekt geworden ist. Denn dieses Buch erzählt nicht von einem perfekten Weg, sondern von einem echten: mit Erfolgen, Rückschlägen, nächtlichen Kühlschrankmomenten, neuen Rezepten, ärztlicher Begleitung, Selbstironie und der Erfahrung, dass ein schwieriger Tag noch lange kein Weltuntergang ist.

Am Anfang stand ein Gesundheits- und Ernährungsprojekt. Zuerst ging es darum, den eigenen Weg zu dokumentieren und besser zu verstehen. Dazu nutzte ich schon relativ bald das Werkzeug einer künstlichen Intelligenz. Zunächst war es ihre Aufgabe, mir die Kalorien meiner Mahlzeiten zu berechnen. Dann kam intuitiv eine Art Tagebuchfunktion hinzu. Schon bald merkte ich, dass die KI mehr konnte. Sie erschloss mir Zusammenhänge und verhalf mir dazu, genauer hinzuschauen, was Ernährung überhaupt bedeutet. Irgendwann ging es nicht mehr nur darum, Werte zu sammeln, sondern aus Beobachtungen Bedeutung zu gewinnen.

Weil ich auf dieser Reise nicht alleine unterwegs war, sondern viele Menschen daran Anteil genommen, mich bestärkt und motiviert hatten, entstand die Idee, meine Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Erlebnisberichten und den Rezepten, die auf dieser Reise entstanden sind.

Für die Erstellung dieses Buches nutzte ich in großem Umfang wieder die Fähigkeiten der KI. Auch dieser Aspekt war für mich spannend, denn ich habe so erstmals die Vielseitigkeit dieser Technik kennenlernen und ausprobieren können. Sie half mir nicht nur dabei, meine Gedanken zu strukturieren, sondern übernahm auch die Funktion eines Lektors und Beraters. Viele Kapitel erfuhren dadurch eine tiefere Bearbeitung und Ergänzung. Manche Gedanken und Ausführungen wurden nach Eingabe von Stichworten und Grundinformationen in einen lesbaren und verständlichen Text gebracht. Auch die Bilder zu den Rezepten und die Zeichnungen sind so entstanden – für mich eine völlig neue, faszinierende Welt. Das möchte ich betonen, weil ich mich nicht einfach mit fremden Federn schmücken möchte.

Mit dabei auf dem Weg waren auch immer meine beiden Kater, TomTom und Tiger. Sie beobachteten mich nicht selten, wenn ich bei nächtlichen Schreibattacken ihre Privatsphäre störte. Beide begleiten uns auch in diesem Buch.

Dieses Buch schildert also die Erlebnisse eines katholischen Geistlichen, der sich zwischen den Herausforderungen des beruflichen Alltages und dem Wunsch nach einer gesundheitlichen Neuorientierung mit Höhen und Tiefen, mit Erfolgen und Rückschlägen konfrontiert sieht. Offiziell trage ich den Titel „Pfarrkurat“. Zum einfacheren, besseren Verständnis habe ich im Buch jedoch die Bezeichnung „Pfarrer“ gewählt. Denn er ist einfach geläufiger.

Ich bin weder Arzt noch Ernährungsberater. Ich erzähle von meinem eigenen Weg, von dem, was ich ausprobiert, beobachtet, verstanden und manchmal auch erst nach Umwegen gelernt habe. Dieses Buch ist deshalb kein Ernährungsratgeber im engeren Sinn, sondern ein persönlicher Erfahrungsbericht mit Rezepten, Werkstattnotizen und einer guten Portion Selbstironie. Vielleicht hilft er anderen, genauer auf sich selbst zu schauen und den eigenen nächsten Schritt zu wagen.



Das Buch ist ab Anfang Dezember 2026 nur direkt beim Autor erhältlich.